Cumaru

 

 

Verbreitung

Nördliches Südamerika (Venezuela, Peru, Bolivien, Nordargentinien, Brasilien-Amazonasbecken

 

Kurzbeschreibung

Cumaru ist ein im gesamten Verbreitungsgebiet sehr bekannter Baum, geschätzt vor allem wegen der vielfältigen medizinischen Eigenschaften seiner Samen (Tonkabohne), deren Glykosid Cumarin vor allem als Duftstoff in der Parfümerie und Aromastoff (in einigen Ländern mittlerweile unter strengen Auflagen) verwendet wird. Das schwere und sehr dauerhafte Holz ist nur in geringen Mengen verfügbar und kommt hauptsächlich für tragende Konstruktionen im Aussenbereich sowie im Garten- und Landschaftsbau zur Anwendung.

Gewicht 1'100 kg/m3

 

Farbe und Struktur

Frisches Kernholz gelblich- über rot- bis violette-braun, später gelblich braun bis olivbraun nachdunkelnd, häufiger mit Farbstreifen, meist deutlich abgesetzt vom meist schmalen, weisslich gelben bis hellbraunen Splintholz. Zuwachszonengrenzen nicht auffällig, Faserverlauf meist eng wechseldrehwüchsig, oft auch unregelmässig. Trockenes Holz ohne charakteristischen Geruch. Oberfläche häufig fettig und sehr dicht.

 

Gesamtcharakter

Farblich wie strukturell überwiegend homogenes Holz von mittlerer Textur und sehr hoher Dichte. Holzbild schlicht, mit Glanzstreifen auf radialen Oberflächen durch Wechseldrehwuchs.

 

Bearbeitbarkeit

Cumaru ist ein sehr schweres und hartes Holz mit Festigkeitseigenschaften, die in etwa im Bereich von Bongossi und ähnlichen schweren Hölzern liegen. Die Bearbeitung mit Hand- und Maschinenwerkzeugen ist wegen der grossen Härte und des unregelmässigen Faserverlaufes erschwert. Verklebung meist unbefriedigend, für Nägel und Schrauben muss vorgebohrt werden.

 

Trocknung

Mässig schwindend, noch gutes Stehvermögen, träge in der Feuchtigkeitsaufnahme und -abgabe, die Trocknung muss langsam erfolgen, um Verformung und Rissbildung (End- und Oberflächenrisse) zu reduzieren.

 

Natürliche Dauerhaftigkeit

Dank der sehr guten Resistenz gegen holzverfärbende und holzzerstörende Pilze sowie Insekten kann das unbehandelte Holz langfristig im Aussenbereich eingesetzt werden.

Cumaru ist in der Dauerhaftigkeitsklasse 1 (sehr dauerhaft) eingestuft.

 

Verwendungsbereiche

Als Konstruktionsholz im Aussenbau für mechanisch und biologisch höchst beanspruchte Anwendungen mit mässigen Anforderungen an die Masshaltigkeit, z.B. Schwellen, Brücken- und Schiffsbau, Schleusen, Schwimmstege, Wasserbau (nur Süsswasser), Containerböden, Aussenböden, nach sorgfältiger Sortierung und Trocknung  gut geeignet für hochbelastete Fussböden, z.B. in Werkhallen von Handwerk- und Industrieanlagen.

Ideal für Teich- und Poolumrandungen.

 

Anmerkungen

Eisenmetalle verursachen in Verbindung mit Feuchtigkeit eine unschöne Verfärbung, so dass unempfindliche Verbindungsmittel und Beschläge erforderlich sind (Edelstahl).

 

Holzhärte

Die Holzhärte des Cumaruholzes wir mit 60 eingestuft.

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