Garapa

 

 

Verbreitung

Tropisches Südamerika, südlich bis Süd-Brasilien, Paraguay, Nord- Argentinien

 

Kurzbeschreibung

Garapa ist eines der wenigen Nutzhölzer, die eine helle und warme Farbe in Verbindung mit hoher natürlicher Dauerhaftigkeit und mechanischer Festigkeit besitzt. Die Nutzung des nicht in grossen Mengen verfügbaren Holzes war bislang weitgehend auf die Erzeugerländer beschränkt. Exporte von Halbfertig- und Fertigprodukten begannen erst vor wenigen Jahren, zunächst nach Nordamerika, dann auch nach Europa, vorwiegend in Form von profilierten Aussenböden.

Gewicht: 800 kg/m3

 

Farbe und Struktur

Frisches Kernholz honiggelb, später zu gelblich braun oder goldbraun nachdunkelnd, nicht immer deutlich abgesetzt vom cremefarbenen Splintholz. Zuwachszonengrenzen angedeutet, Faserverlauf wechseldrehwüchsig, oft auch sehr unregelmässig. Trockenes Holz ohne charakteristischen Geruch.

 

Gesamtcharakter

Farblich wie strukturell homogenes Holz von mittlerer bis fester Textur und hoher Dichte. Holzbild schlicht, u.U. mit Glanzstreifen und anderen auffälligen Lichteffekten auf radialen Oberflächen durch Wechseldrehwuchs und welligem Faserverlauf.

 

Bearbeitbarkeit

Garapa ist ein schweres und hartes Holz mit Festigkeitseigenschaften, die in etwa im Bereich von Robinie liegt. Die Trockenbearbeitung erfordert, bedingt durch Kieseleinlagerungen, neben einem hohen Kraftaufwand Hartmetall bestückte Werkzeuge. Für Nägel und Schrauben muss vorgebohrt werden. Die Verklebung kann Schwierigkeiten bereiten.

 

Trocknung

Das Holz hat mittlere Quell- und Schwindwerte und ein noch befriedigendes Stehvermögen, träge in der Feuchtigkeitsaufnahme und -abgabe. Es trocknet langsam, bei vorsichtiger Trocknungsführung besteht nur geringes Risiko von Verformung und Rissbildung.

 

Natürliche Dauerhaftigkeit

Die Resistenz gegen holzverfärbende und holzzerstörende Pilze und Insekten ist sehr variabel. Die Einstufung des Holzes reicht von sehr dauerhaft bis mässig dauerhaft. Die Resistenz gegen Schädlinge im Meerwasser wird, bedingt durch den Gehalt an Kieselsäure, als mittel eingestuft.

Garapa wird in der Dauerhaftigkeitsklasse 2 (dauerhaft) eingestuft.

 

Verwendungsbereiche

Als Konstruktionsholz im Innen- und Aussenbau (ohne Erdkontakt) für mechanische und biologisch mittlere Beanspruchung, im Garten- und Landschaftsbau, Aussenböden, Möbel, als Rahmenholz für Türen und Fenster, nach sorgfältiger Sortierung und Trocknung gut geeignet für Fussböden (Massivholzböden, Parkett).

 

Anmerkungen

Eisenmetalle verursachen in Verbindung mit Feuchtigkeit eine graublaue Verfärbung (Eisen-Gerbstoffreaktion), so dass unempfindliche Verbindungsmittel und Beschläge erforderlich sind (Edelstahl). Einzelne Komponenten dieser Inhaltsstoffe sind durch Wasser auswaschbar (Verschmutzung der Holzoberfläche und umgebene Bauteile). Der Kontakt mit Holzstaub kann Hautreizungen (Kontakt-Dermatitis) hervorrufen.

 

Holzhärte

Die Holzhärte des Garapaholzes wird mit 50 eingestuft.

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